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Kostenloser Security-Check: Software sicher prüfen lassen

Wer nach einem kostenlosen Security-Check sucht, will wissen, ob die eigene Software sicher ist – ohne gleich ein teures Audit zu beauftragen. Wir erklären ehrlich, was ein kostenloser Check leisten kann, wo seine Grenzen liegen und woran Sie seriöse Angebote von getarnten Verkaufsgesprächen unterscheiden.

Marius Gill

Marius Gill

Geschäftsführer und Softwareentwickler mit über 10 Jahren Erfahrung

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„Können wir unsere Software eigentlich mal kostenlos auf Sicherheit prüfen lassen?" – diese Frage stellen sich viele Geschäftsführer, sobald das Bauchgefühl unruhig wird: Das System ist über Jahre gewachsen, eine fremde Agentur hat gebaut, oder eine Meldung über einen Datenleck-Vorfall in der Branche macht die Runde. Ein bezahltes Software-Audit beginnt schnell im vierstelligen Bereich – ein kostenloser Security-Check klingt da nach dem risikoarmen ersten Schritt.

Das ist er auch – wenn man weiß, was er leisten kann und was nicht, und woran man ein seriöses Angebot von einem getarnten Verkaufsgespräch unterscheidet. Genau darum geht es hier: eine ehrliche Einordnung, damit Sie einen kostenlosen IT-Sicherheitscheck richtig einsetzen, statt sich in falscher Sicherheit zu wiegen.

Was ein kostenloser Security-Check leisten kann – und was nicht

Ein kostenloser Security-Check ist ehrlicherweise ein erster Blick, kein Tiefen-Tauchgang – aber genau dieser erste Blick findet die Risiken, die in der Praxis am häufigsten wirklich ausgenutzt werden. Denn die folgenreichsten Lücken sind selten exotisch. Es sind veraltete Bibliotheken mit öffentlich dokumentierten Schwachstellen, im ausgelieferten JavaScript vergessene Zugangsschlüssel, Endpunkte ohne Berechtigungsprüfung oder Passwörter im Klartext-Log. Nicht umsonst führen die OWASP Top 10:2025 „Broken Access Control" – also fehlende oder falsche Zugriffskontrolle – weiterhin als größtes Risiko. Solche Fehler sieht ein erfahrener Entwickler in kurzer Zeit.

Wichtig ist, die Tiefenstufen auseinanderzuhalten. Ein reiner automatisierter Scan ist billig bis kostenlos, findet aber nur bekannte Muster. Ein kostenloser Security-Check kombiniert Scan und einen manuellen Blick eines Menschen auf die kritischen Stellen. Ein bezahlter Penetrationstest oder ein vollständiges Software-Audit geht deutlich tiefer – mit eigenem Scope, Angriffssimulation und formalem Bericht.

Drei Tiefenstufen, ein sinnvoller Einstieg: Der kostenlose Check verbindet Scan und menschliche Prüfung – tiefer geht es später gezielt und bezahlt.
PrüfungWas sie leistetGrenzenKosten
Automatisierter ScanBekannte Schwachstellen, veraltete Pakete, offensichtliche FehlkonfigurationVersteht keinen Kontext, kein Rechte- oder Geschäftslogik-Verständniskostenlos–gering
Kostenloser Security-CheckScan plus manueller Blick auf kritischen Code, Rechte, Datenflüsse; priorisierter BefundKein vollständiger Scope, keine Angriffssimulation, kein Zertifikatkostenlos
Pentest / vollständiges AuditTiefe Prüfung, Angriffssimulation, Architektur, formaler BerichtZeit- und Budgetaufwand, Vorbereitung nötigab vierstellig

Ein kostenloser Check ersetzt also kein Audit, wenn eine geschäftskritische Entscheidung – eine Übernahme, eine große Investition, eine Zertifizierung – belastbar abgesichert werden muss. Aber er ist der richtige erste Schritt, um überhaupt zu wissen, ob und wie tief Sie prüfen lassen sollten.

Seriöses Angebot oder getarntes Verkaufsgespräch?

Der Unterschied zwischen einem seriösen kostenlosen Check und einem verkappten Verkaufstermin liegt nicht im Preis – beide sind gratis –, sondern in Transparenz und Ergebnisoffenheit. Ein seriöser Anbieter sagt vorab, was er prüft und was nicht, arbeitet mit den minimal nötigen Zugriffen und liefert am Ende einen konkreten, belegbaren Befund: jede Schwachstelle mit Fundstelle, Schweregrad und Risiko in Klartext. Unseriös wird es, wenn der „Check" nur der Aufhänger ist, um Ihnen möglichst schnell einen Vertrag zu verkaufen – mit vagen Schreckensbildern statt nachvollziehbarer Funde.

Sechs Merkmale, an denen sich ein seriöses kostenloses Angebot erkennen lässt – jedes einzelne fehlt beim getarnten Verkaufsgespräch.

Konkret erkennen Sie ein vertrauenswürdiges Angebot an diesen Punkten:

  • Klarer Prüfumfang vorab: Der Anbieter beschreibt, was geprüft wird (Code, Abhängigkeiten, Konfiguration, Datenschutz) und was nicht – statt „Rundum-Sicherheit" zu versprechen.
  • Minimale Zugriffe: Es reicht lesender Zugriff oder ein Export; niemand verlangt Admin-Rechte auf Ihrer Produktivumgebung, und auf Wunsch gibt es ein NDA.
  • Belegbare Befunde statt Panik: Jeder Fund ist konkret nachvollziehbar – mit Fundstelle und Erklärung, nicht mit dramatischen Behauptungen ohne Beleg.
  • Der Report gehört Ihnen: Sie bekommen das Ergebnis schriftlich, auch ohne Folgeauftrag, und dürfen es weitergeben – an Ihr Team oder Ihre bisherige Agentur.
  • Kein Verkaufsdruck: Ein Review, ein Report, ein Gespräch – kein Abo, kein Kleingedrucktes, kein Nachfassen im Wochentakt.

Bleibt die ehrliche Frage: Warum macht das jemand kostenlos? Die redliche Antwort lautet, dass es sich rechnet – und dazu sollte ein Anbieter offen stehen. Auch wir bieten ein kostenloses Security Review an, und ein Teil der Befunde ist relevant genug, dass Kunden uns anschließend mit der Behebung beauftragen. Genau dieser Anreiz sorgt dafür, dass wir uns Mühe geben, wirklich etwas zu finden. Der Unterschied zum unseriösen Angebot ist nicht das Geschäftsmodell, sondern die Haltung: Der Befund bleibt ehrlich, er gehört Ihnen, und Sie sind zu nichts verpflichtet. Wie man einen Dienstleister generell einschätzt, vertiefen wir im Beitrag Gute Software-Agentur erkennen.

Für wen sich ein kostenloser Check besonders lohnt

Am meisten Wert bringt ein kostenloser Security-Check in zwei Situationen – und beide haben nichts mit akuter Panik zu tun, sondern mit Unsicherheit, die eine Entscheidung blockiert. Die erste ist über Jahre gewachsene Software: Ein System, das läuft, aber vielfach erweitert, umgebaut und unter Zeitdruck geflickt wurde. Die ursprünglichen Entwickler sind oft weg, Abhängigkeiten wurden lange nicht aktualisiert, und niemand traut sich mehr an ein Update, weil unklar ist, was dabei umfällt. Wie sich solche Legacy-Systeme einordnen und modernisieren lassen, ist ein eigenes Thema – aber der erste Schritt ist immer, den aktuellen Zustand nüchtern zu kennen.

Die zweite Situation ist die unabhängige Zweitmeinung. Eine Agentur oder ein Freelancer hat für Sie gebaut, die Rechnung ist bezahlt – aber ist das Ergebnis auch sicher, sauber und wartbar? Gerade bevor Sie weiter investieren oder ein Projekt übernehmen, ist ein neutraler Blick Gold wert. Ein seriöser Prüfer benennt dabei technische Fakten, keine Schuldigen. Für beide Fälle bieten wir unser kostenloses Security Review an; wer vorab selbst einschätzen möchte, wo die eigenen blinden Flecken liegen, findet dort auch einen anonymen 2-Minuten-Selbstcheck mit acht ehrlichen Fragen, der komplett im Browser läuft.

Ablauf und was ein guter Befund enthält

Ein guter kostenloser Check folgt einem klaren Ablauf – und endet nicht mit einer rohen Mängelliste, sondern mit einem priorisierten, verständlichen Befund. Der typische Weg: Sie beschreiben Ihr System in ein paar Sätzen, es wird der Umfang und auf Wunsch ein NDA geklärt, dann folgt eine automatisierte Analyse über Abhängigkeiten, Secrets und Konfiguration, ergänzt durch eine manuelle Prüfung des kritischen Codes – genau dort, wo Scanner blind sind. Am Ende steht ein schriftlicher Befund, den ein guter Anbieter mit Ihnen gemeinsam durchgeht.

Damit die Prüfzeit in echte Bewertung fließt statt in Grundlagenarbeit, lohnt sich etwas Vorbereitung. Klären Sie vorab drei Dinge:

  1. Zugang: lesender Zugriff auf das Repository oder ein Code-Export – so viel, wie Sie freigeben wollen, nicht mehr.
  2. Kontext: eine kurze Beschreibung des Systems und der wichtigsten Nutzerflows (Login, Zahlung, Datenexport).
  3. Frage: die eine Entscheidung, die Sie absichern wollen – etwa „Ist eine Übernahme vertretbar?" oder „Wo sind unsere größten Risiken vor dem nächsten Ausbau?".

Ein belastbarer Befund enthält für jede Schwachstelle vier Dinge: Fundstelle, Schweregrad, Risiko in Klartext und eine priorisierte Empfehlung. Kritisch bedeutet: sofort handeln. Hoch, mittel, niedrig ordnen den Rest ein. Und ganz wichtig – der Bericht ist für Technik und Geschäftsführung lesbar, unterscheidet klar zwischen „kritisch", „wichtig", „später" und „bewusst akzeptierbar" und beantwortet am Ende Ihre Ausgangsfrage. Ist ein Fund so gravierend, dass er sofort dauerhaften Schutz erfordert, geht es nahtlos in Wartung und laufenden Betrieb über. Was ein tieferes, bezahltes Audit zusätzlich abdeckt – Architektur, Datenmodell, Betrieb, Roadmap –, lesen Sie im Beitrag zum Software-Audit.

Nächste Schritte

Drei Fragen zeigen schnell, ob ein kostenloser Security-Check für Sie der richtige nächste Schritt ist:

  1. Anlass: Ist Ihre Software über Jahre gewachsen, oder wollen Sie eine fremde Agentur unabhängig gegenprüfen lassen?
  2. Unsicherheit: Blockiert fehlender Überblick über Sicherheit, DSGVO oder Wartbarkeit gerade eine Entscheidung?
  3. Vorbereitung: Können Sie lesenden Zugriff oder einen Export bereitstellen und die eine Frage benennen, die Sie beantwortet haben wollen?

Wenn Sie hier zweimal ja sagen, ist ein kostenloser Check die günstigste Art, Klarheit zu gewinnen. Fordern Sie Ihren priorisierten Befund über unser kostenloses Security Review an – vertraulich, unverbindlich, auf Wunsch mit NDA. Oder starten Sie zuerst den 2-Minuten-Selbstcheck: acht Fragen, Ihre blinden Flecken in Klartext, ganz ohne uns Daten zu schicken.

Häufige Fragen

Schlussfolgerung

Ein kostenloser Security-Check ist kein vollwertiges Audit und kein Penetrationstest – aber ein ehrlicher, risikoarmer erster Blick auf Ihre Software. Er findet die häufigsten und folgenreichsten Lücken, macht blinde Flecken sichtbar und liefert eine Entscheidungsgrundlage, bevor Budget fließt. Entscheidend ist, ein seriöses Angebot zu erkennen: transparent im Vorgehen, ergebnisoffen im Befund und ohne Verkaufsdruck. Dass ein Anbieter an möglichen Folgeaufträgen verdient, ist dabei kein Widerspruch, solange der Befund ehrlich bleibt und Ihnen gehört.

Marius Gill

Geschrieben von

Marius Gill

Geschäftsführer und Softwareentwickler mit über 10 Jahren Erfahrung

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